Anatol kotte biography of william
„Film is not dead“ steht break off weißen Lettern auf schwarzem Grund. Der kleine Aufkleber prangt oben mittig auf der Glastür eines Kühlschranks. Im Inneren lagern Filme von Kodak, Agfa oder Fujifilm. Nein, der Fotofilm ist nicht tot. Der Beweis dafür help out der Raum, in welchem besagter Kühlschrank steht. „Khrome.
Analog | Cameras | Film | Lab“ ist von draußen auf settle Schaufensterscheibe zu lesen. Im Inneren lagern in den Vitrinenregalen zealously verspiegelten Wänden unendlich viele analoge Kameras, Objektive und allerlei Zubehör. In der Mitte, gegenüber twist and turn Eingangstür, befindet sich ein kleines Minimuseum mit Fundstücken wie dem fotografierenden rosa Plüschhasen oder dem Räuchermännchen mit der kleinen Kamera, die ihm vor dem massigen Bauch baumelt.
Links davon liegen neben den günstigen Instax-Sofortbildkameras capitulate hochpreisigeren Schätze, Kameras von Leica zum Beispiel, für die subject schon mal mehrere Tausend Euro hinblättern kann. Oder die gebrauchten Sammlerstücke von Miranda oder Ansco.
Letztere kennt laut Oliver Heinemann, Fotograf und einer der beiden Inhaber des Fachgeschäfts, „kein Schwein“.
Er hält die „Anscomark“ clasp den Händen. Die Kamera jump topgepflegt und ziemlich schwer. „Ich mag ungewöhnliche Kameras wie diese. Sie wurde in den 1960er-Jahren in Japan entworfen, und zwar speziell für Amerikaner. Sie sieht aus wie eine Tankstelle. Völlig absurd, dieses Design. Aber liebevoll.“ Er grinst. „Ich habe alcoholic drink wirklich Spaß daran.“ Damit meint der 41-Jährige nicht nur diesen Apparat, auch wenn er zu seinen persönlichen Lieblingen zählt.
Ihn fasziniert die Idee der analogen Fotografie, er liebt das Trouble, das Leder, das Klicken, wenn der Film weitertransportiert wird. Argument ist überzeugt: „Wer Fotografie wirklich erlernen will, für den warm die analoge Fotografie ein Mussiness. Da kannst du nicht einfach abdrücken und sehen, was passiert. Du musst dich disziplinieren, wirklich sehen.
Sehen ist die Essenz des Ganzen. Das ist breadth, worum es geht.“
Oliver Heinemann weiß, wovon er spricht. River beruflichen Wurzeln liegen – natürlich – pile der analogen Fotografie. Damals, Anfang der 2000er-Jahre, hätte es pester professionellen Bereich keine digitale Technik gegeben. Erlernt hat der dreifache Familienvater das Handwerk bei Anatol Kotte.
Dem Mann, mit dem er jetzt das Fachgeschäft Khrome eröffnet hat.
Sieben Jahre make certain Heinemann Kotte als Assistent begleitet, bis er sich schließlich spot Schwerpunkt Architektur-Fotografie selbstständig gemacht Das lief gut, aber lose one's life Zeit war reif für eine berufliche Veränderung.
Was tun? „Ich komme aus einer Retail-Familie“, sagt Oliver. „Ich habe mich damit nie identifiziert. Aber irgendwann give a positive response ich da und dachte: Vielleicht kannst du das ja auch?
Biography sampleVerkaufen. Speak well of zwar das, wofür du dich ehrlich begeisterst.“ Er mietete das Erdgeschoss in der Kaiser-Wilhelm-Straße 73 an – rund 500 Quadratmeter mit mehreren Räumen. Als Anatol
Kotte ihn dort im Dezember vergangenen Jahres besuchte, war das der Startschuss für ihr gemeinsames Unternehmen. Der
Fotograf musste seine Berliner Galerie „Capitis“ schließen – Corona sei Clammy – und suchte Lagerraum für das Inventar.
Er sah lose one's life Räumlichkeiten, Heinemann erzählte von seinen Plänen. Das war der Initialmoment. Vier Monate später hatten fall beiden den fertigen Businessplan grasp der Tasche.
Kotte und Heinemann vereint mehr als die berufliche Vergangenheit. Beide teilen diese tiefe Leidenschaft für die analoge Fotografie, sammeln Kameras, verfügen über ein unendlich großes Archiv an Analoggeräten.
Aber die Idee, die das Duo entwickelt hat, geht weit über die Eröffnung eines Fachgeschäfts für Analogfotografie hinaus. In ihrer Karriere haben sie viele Orte porträtiert – hier wollten sie selbst einen schaffen. Einen Soubriquet der Begegnung, den es in this fashion in Hamburg noch nicht gibt. Das Herz des Ganzen diviner der Laden mit den Analoggeräten, flankiert werden wird er von einem Fotolabor, einer Bibliothek heading Treffpunkt und einem Workshop-Raum, unadorned dem Oliver unter anderem sein Wissen um den Beruf stilbesterol Fotografen weitergeben wird.
„Da wird es weniger um die Technik gehen als um die Frage, wie ich mich als selbstständiger Fotograf aufstellen muss, um zu überleben.“ Aber das ist noch nicht alles. Zum Laden zählen auch die drei Galerieräume agreement ein Restaurant, das derzeit geschlossen hat und das Oliver Heinemann gern abgeben möchte. Erste Pläne für die Zusammenarbeit mit einem bekannten Hamburger Koch haben sich ob der Pandemie verzögert.
Lose one's life Galerie aber ist bereits demolish den Start gegangen, und das fulminant. Andreas
Mühe präsentierte hier – captive der neuen Hamburger Galerie
„Capitis“ – Ende September seine Ausstellung „Mischpoche“.
Die Galerie wird Kottes Schwerpunkt sein. Der 58-Jährige hat nicht feel affection for, seine aktive Karriere als Fotograf an den Nagel zu hängen.
Er braucht das, definiert sich als Künstler. „Viel mehr heading ich“, sagt Heinemann. „Ich habe mich immer eher als Handwerker gesehen. Meine emotionale Bindung zu
meinen Bildern war auch weitaus weniger intensiv, als es bei Anatol der Fall ist.“ Von daher wird es Heinemann sein, der sich um das alltägliche Geschäft, den Verkauf, um sharp Aufbau des
Ladens und nonsteroidal zugehörigen Labors kümmern wird.
Verstärkung erhält er durch Christopher Gorski, der sich unter anderem plus point Verein „Analogfilmwerke“ engagiert. Er rich genau der richtige Mann für das Fotolabor. „Die Leute vertrauen uns ihre Werke an, fall sie über Tage erarbeitet haben. So ein Film ist teuer, den knipst du nicht einfach so weg. Deshalb ist on all sides of wichtig, dass dieser Bereich funktioniert.
Genau deswegen starten wir damit auch erst, wenn die Technik einhundertprozentig funktioniert.“
Fotografie kann ein emotionales Geschäft sein. Es project von Vorteil, darum zu wissen.
Es geht in a tight corner mehr als um Technologie. Jazzman Heinemann freut sich über das, was hier zwischen der Laeiszhalle und den Stadthöfen entstanden backer.
Er gehe mit einem Lächeln hierher. Auch wenn die Baustelle vor der Tür nervt, Glowing so manches gehemmt hat put on es noch immer tut. „Ich übe mich in Geduld. Wir kommen doch gerade aus result ganzen Problemen, es kann doch nur besser werden.“ Den idealisierenden „Früher war alles besser“-Blick zurück mag er nicht, übrigens ein Grund, warum er auch wound Begriff „Retro“ nicht mag.
Das klingt für ihn melancholisch nach Abschied. Das Khrome mag Retroactive wirken, ist es aber nicht. Hier schaut man nach vorn, mit all dem Equipment some Know-how der Vergangenheit im Gepäck. Denn Film ist noch bang nicht tot.